UV-Strahlung und Sonnenschutz
Dass die Haut beim Sonnenbaden – und auch im Alltag – Schutz braucht, wissen wir alle. Aber der vermeintliche Schutz kann trügerisch sein: Denn wer sich falsch eincremt, riskiert trotz hohem Lichtschutzfaktor Sonnenbrand und Langzeitschäden.
Wir haben die wichtigsten Tipps Und Ratschläge von Ärzten und Apotheken zusammengefasst und weisen rechtzeitig zur Sommerzeit wieder auf die einfachen Grundregeln aus ihrer Beratungspraxis hin.
Sonnenschutz RICHTIG gemacht – die wichtigsten Grundregeln
- Damit die durch den Lichtschutzfaktor angegebene längere Aufenthaltszeit im Sonnenlicht erreicht wird, empfehlen wir etwa 2 Milligramm Sonnencreme pro Quadratzentimeter Haut. Bei einem Erwachsenen summiert sich das für den ganzen Körper auf die Menge, die etwa in einen Tischtennisball passt – mehr, als man vielleicht für nötig halten würde! Davon kann man natürlich Flächen abziehen, die durch Kleidung geschützt sind.
- Manche Körperstellen werden typischerweise vernachlässigt, etwa die Handinnenflächen, die Fußsohlen oder die Ohren. Die Haut ist dort aber genauso empfindlich – und an diesen Stellen sind Sonnenbrände besonders unangenehm und lästig.
- Für große Hautflächen auch mehr Menge an Sonnenschutzmittel verwenden – etwa für Bauch oder Oberschenkel.
- Sonnencreme sollte man als dünnen Film sanft auftragen – denn das feste Einreiben von Sonnencreme in die Haut reduziert die Schutzwirkung!
- Vorrang für wasserfeste Sonnenschutzmittel, auch weil Schweiß sonst die Schutzwirkung verringert. Aber: Trotz „wasserfest“ reduziert Baden und Abtrocknen den Schutz spürbar. Darum häufiger nachcremen!
- Kleidung schützt, kann aber auch verrutschen – darum empfehlen wir, sich auch unter den Rändern von Kleidungsstücken einzucremen.
Sonnencreme und Sonnenbrille – echter Schutz?
UV Strahlen sind nicht nur dort wo die Sonne scheint. Mit der Sonnencreme allein, kommt man heute gegen die UV-Strahlung nicht mehr an.
Um Hautkrebs vorzubeugen ist heute die Sonnencreme und das T-Shirt kein besonderer Schutz mehr, denn die UV-Strahlung ist stärker geworden.
Stundelanges Sonnenbaden ist eine gefährliche Sache und jeder sollte neben der Eigenschutz Zeit seiner Haut auch nach einer gewissen Phase wieder in den Schatten gehen.
Auswirkungen der UV-Strahlung
Die Sonnenstrahlung hat für den Körper auch sehr wichtige Funktionen und eine gewisse Dosis an UV-Strahlung ist gesund für den menschlichen Körper.
Mit der UV-Strahlung bildet der Körper das lebenswichtige Vitamin D, das für den Knochenbau wichtig ist. Die Sonne steuert unser Gemüt und die gute Laune kann bei Aufenthalt an der Sonne gesteigert werden. Auch das Immunsystem wird gestärkt durch ein Sonnenbad.
Die Kehrseite ist eine zu hohe Strahlung der Sonnen, die in einem Sonnenbrand enden kann. Die UV-Strahlung lässt dazu auch die Haut viel früher altern.
Dazu kann die Sonne mit der UV-Strahlung Erbgutschädigungen hervorrufen und die menschlichen Zellen schädigen. Die Folge ist dann Hautkrebs, der sehr ernst zu nehmen ist.
Hierbei handelt es sich nicht um einfach Leberflecken oder Ähnliches. Die Hautkrebsrate ist in den letzten Jahrzehnten stetig angestiegen und immer mehr Personen erkranken an den schweren Formen des Hautkrebses.
Wo ist überall UV-Strahlung?
Ob Sonnencreme, Bekleidung oder Sonnenschirm – UV-Strahlung und Sonnenschutz sind tückisch, denn unter einem Sonnenschirm , unter dem sich ein Mensch recht sicher fühlt, kommt noch 50 Prozent der gefährlichen UV-Strahlung durch, auch durch die Reflexion von anderen Flächen, wie Hauswänden oder Boden.
Wer also lange unter einem Schirm sitzt, der keinen speziellen UV Schutz besitzt, kann sich heute durchaus einen Sonnenbrand zuziehen.
Bekleidung mit Lichtschutzfaktor
Die Kleidung ist schon lange kein Schutz mehr, das ist klar, seit man spezielle Bekleidung mit UV Schutz, bzw. mit einem Lichschutzfaktor kaufen kann. Ein sehr dich gewebter Stoff kann aber schützen.
Meist aber trägt man im Sommer dünne T Shirts aus weißem Stoff – hier ist keine besondere Schutzwirkung zu erwarten. Obwohl es dann heißer ist, ist ein dunkles T Shirt ein besserer Schutz vor der UV-Strahlung als ein helles. Wüstenbewohner haben aus diesem Grunde auch schwarze Gewänder an!
Die Sonnenbrille
Billige Sonnenbrillen werden heute gerne gekauft, denn wie schnell ist eine Sonnenbrille verloren oder kaputt! Hier gibt es aber viele Fälschungen zu kaufen, die keinen echten UV-Schutz haben und dann zu einer echten Gefahr für die Augen werden können.
Eine schlechte Sonnenbrille ist schlimmer als gar keine Sonnenbrille tragen. Durch eine schlechte und billige Sonnenbrille öffnen sich die Pupillen noch viel weiter und die UV Strahlung kann leichter in das Auge gelangen. Wer eine Brille unbekannter oder kritischer Herkunft kaufen möchte, kann aber bei einem Optiker einen Test machen und die Brille nachmessen lassen.
Im Wasser
Im Wasser selbst hat man kaum Schutz vor der UV-Strahlung, denn auch noch 30 cm unter Wasser strahlt immer noch UVA und UVB Strahlung auf die Haut.
Das Problem ist, dass man hier auch die Hitze nicht spürt und sich in Sicherheit wiegt, die Sonne aber trotzdem auf die Haut trifft. Mit dem Frischegefühl des kalten Wassers auf der Haut fühlt man sich sicher und vergisst die Schutzmaßnahmen wie Eincremen!
Fenster und Autofenster
Nicht alle Scheiben haben einen Schutz vor UVA Strahlung, die meisten aber immerhin den Schutz vor den gefährlichen UVB Strahlen. Bei Personen, die viel Autofahren, kann man das sehen, weil der rechte Arm, der am Fenster liegt, deutlich ältere Haut besitzt, als der linke Arm, der sich im Schatten befindet.
Wie viel Sonne ist gesund?
Generell gilt, dass eine Sonnenzeit von 5 bis 25 Minuten pro Tag der Gesundheit guttun. Wer also nur positive Effekte durch die Sonne erreichen möchte, der kann auf Gesicht, Hände, Arme und Beine täglich ein kurzes Sonnenbad nehmen und damit vor allem ausreichend Vitamin D für seinen Körper bilden lassen.
Sonnenschutz für Kinder
Die Haut eines Kindes muss ganz besonders gut geschützt werden. Die strengen Regeln für Kinder unterliegen der Tatsache, dass Kinder noch keinen Schutzmechanismus der Haut aufbauen konnten. Dazu kommt, dass Kinderhaut viel dünner ist.
Je häufiger man einen Sonnenbrand in der Kindheit hatte, umso größer ist das Risiko, später Hautkrebs zu bekommen. Ein Kind muss unbedingt sehr gut und eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad mit Sonnencreme und einem hohen Lichtschutzfaktor eingecremt werden. Bekleidung wir Sonnenhut und langes dünnes T-Shirt sowie eine lange Hose sind ein Muss!
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Quelle:
¹ Sonnenschutz im Faktencheck (gesund.co.at – das österreichische Gesundheitsportal)
Linktipps
– Die richtige Vorbereitung auf die Sommer-Sportsaison
– Sonnenbrand als Vorstufe von Hautkrebs
– Sanfte Hautreinigung: Ein umfassender Leitfaden
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